Neuer Campus der Friedrich-Schiller Universität

Jena

Der Campus wird durch baulich klar definierte Gassen im Duktus der mittelalterlichen Altstadtstruktur gegliedert und in das städtische Umfeld eingebunden. Drei Platzsituationen definieren Eingänge am Lutherplatz, am Kupferhütchen und im Süden des Campusgeländes. Der Inselplatz als Mitte des Quartiers wird vielfältig aktiviert, während die Nutzungsverteilung in die Gassen ausstrahlt. Eine spannende räumliche Abfolge aus Plätzen, Gassen und Fugen ermöglicht sinnvolle Querungen der Baufelder und bietet Aufenthaltsqualität. Sie ist somit die Basis für informelle Kommunikation und Synergien. Die räumlichen Vorzüge eines maßstabsgerechten Städtebaus im innerstädtischen Kontext werden mit den hohen funktionalen Anforderungen an Hochschulgebäude in Deckung gebracht. Durch vielfältige Wege und Blickbeziehungen durch die Baufelder ergibt sich trotz der großen Funktionseinheiten eine subtile Porosität des neuen Quartiers. 

Die Gebäude des neuen Campus gruppieren sich um den zentralen Inselplatz, der zum neuen Forum des Austausches und der Kommunikation für die Studierenden und Mitarbeiter der Universität sowie die Bürger der Stadt Jena wird. Die großzügige Platzfläche offeriert darüber hinaus einen Raum für öffentliche Veranstaltungen und Events und ist auf unterschiedliche Weise bespielbar. Während die unregelmäßigen Umrisse der Bauten für spannungsvolle Stadträume sorgen, schafft ein baufeldübergreifendes Raster innere Ordnung und Flexibilität und hält die Baufelder über die Fugen übergreifend zusammen. 

Entsprechend der innerstädtischen Lage reagieren die Fassaden mit einem ausgewogenen Verhältnis von offenen zu geschlossenen Flächen auf die Umgebung. Individuelle Themen bei der Materialauswahl und Gliederung schaffen nutzungsbezogene Identitäten. Flexible Grundrisskonzepte ermöglichen die Anpassung der Grundrisse an sich verändernde Bedarfe. Durch die vielfältige Einpassung des Campus in das bestehende urbane und soziale Netz wird ein nachhaltiger Beitrag zur Stadtentwicklung geleistet.

Forschung und Lehre

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